27.10.2013 @ blog.zdf.de – Historischer Remix: Wenn Schwarzweißfilme auf Netzmusik treffen

DJ D'dread vertont alte Stummfilme mit moderner und historischer Netzmusik (Bild: Friedemann Brenneis)

DJ D’dread vertont alte Stummfilme mit moderner und historischer Netzmusik (Bild: Friedemann Brenneis)

Wenn sich der Leipziger DJ D’dread an sein Mischpult stellt, ist für ihn nicht nur der Sound wichtig, sondern auch die freie Sicht auf die Leinwand. Denn DJ D’dread vertont alte Schwarzweiß-Stummfilme neu. Mit Musik aus dem Internet.

Je nach Stimmung und Handlung der Filmsequenzen nutzt DJ D‘dread dabei elektronische Creative-Commons Musik von Dub über Drum’n Base bis hin zu Hip Hop ebenso wie digitalisierte Aufnahmen historischer Schellackplatten. Die findet er zum Beispiel im Archiv der Stimmen, einem Projekt der Sächsischen Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek, in dem tausende historische Schellackplatten digitalisiert und frei im Netz zugänglich gemacht werden. Die Bibliothek ist es daher auch, die DJ D’dread für einen Auftritt in Dresden eingeladen hat – heute am UNESCO Welttag des audiovisuellen Erbes.

Deutschland – Zentrum des expressionistischen Stummfilms

Als im Sommer 2008 in einem argentinischen Filmarchiv eine als verloren geglaubte ungekürzte Originalfassung von Fritz Langs Metropolis gefunden wurde, war die Sensation groß. Immerhin war der Film bereits 2001 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe erklärt worden. Die Wiederentdeckung von Metropolis machte aber vor allem eines erneut deutlich: Film- und Tonaufnahmen müssen fachkundig behandelt und sachgemäß archiviert werden. Vor allem historische Aufnahmen drohen sonst unwiederbringlich verloren zu gehen. Mit dem Welttag des audiovisuellen Erbes will die UNESCO jährlich darauf aufmerksam machen. Denn viele der frühen Aufnahmen sind als Primärquellen nicht nur wichtige Zeugnisse ihrer Zeit, sondern auch Teil der nationalen Identität.

Auch der studierte Theater- und Medienwissenschaftler Dirk Kuntze alias DJ D’dread ist aus diesem Grund begeistert von alten expressionistischen Stummfilmen. Zumal gerade die deutsche Filmlandschaft zu Zeiten der Weimarer Republik einer der weltweit bemerkenswertesten, kreativsten und innovativsten Produktionsstandorte war. Nosferatu, Das Kabinett des Doktor Caligari oder Der Golem, wie er in die Welt kam, zählen zu den bekanntesten deutschen Stummfilmen. So wie auch Menschen am Sonntag, der Film den DJ D’dread heute Abend live vertont. An ihm fasziniere ihn besonders, erfahren zu können, wie die Welt damals aussah. Immerhin wurde der Film in den Jahren 1929 und 1930 über mehrere Monate hinweg im realen Alltag von Berlin gedreht….

Hier geht es zu den vollständigen Artikel von Friedemann Brenneis blog.zdf.de

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